Mit der U-Bahn zum Skiweltcup
Gute Umweltbilanz
Wie steht es mit den ökologischen Aspekten des FIS Skilanglauf Weltcups am Rhein? Der wichtigste ökologische Aspekt bei Großveranstaltungen ist in der Regel der dadurch ausgelöste Verkehr, der meist auch den größten Anteil am Energieverbrauch (oft über 90 %) der Gesamtveranstaltung hat. Hier ist Düsseldorf mit seiner guten Verkehrsinfrastruktur und den hervorragend ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut aufgestellt. Rund die Hälfte der Besucher nutzte bereits 2006 öffentliche Verkehrsmittel zur Anreise. Ein Wert, der sogar noch gesteigert werden kann. Auch die Anreisewege sind vergleichsweise kurz: Nach einer Studie der Fachhochschule Düsseldorf kamen rund 75 % der 350.000 Besucher des Weltcups 2006 aus Düsseldorf und der Region. Auch sensible Naturräume werden in Düsseldorf nicht tangiert.
Energiebedarf pro Besucher wie beim Konzert oder Fußball
Der Stromverbrauch für die gesamte Veranstaltung liegt im üblichen Bereich einer Großveranstaltung. Umgerechnet auf die Besucherzahl entspricht der Stromverbrauch pro Besucher beim Weltcup in Düsseldorf mit knapp 0,5 kw/h etwa dem Stromverbrauch pro Besucher bei einem Konzert in einem (Fußball)-Stadion. Auch der Energieverbrauch pro Besucher bei einem Fußball-Bundesligaspiel dürfte vergleichbar sein. Das mag vielleicht manchen verwundern. Schaut man genau hin, wird allerdings klar, dass es sich um eine relativ geringe Schneemenge handelt, die für die rund 800 Meter lange Strecke benötigt wird. Die 1500 Kubikmeter Wasser, die zur Herstellung der 3000 Kubikmeter Schnee benötigt werden, passen in ein normales 50-Meter Schwimmbecken. Vor Ort in Düsseldorf muss der Schnee aufgrund seiner feinen Struktur und dem richtigen Know-how nicht gekühlt werden. Der Energieverbrauch ist hier null. Auch chemische oder sonstige Zusätze kommen nicht zum Einsatz.
Auch Schnee-Laster fahren umweltschonend
Beim Transport des Schnees setzen die Veranstalter auf neue LKW mit modernsten Abgaswerten, was die CO2-Bilanz weiter verbessert. Der Weg von Neuss nach Düsseldorf ist zudem sehr kurz: nur 16 Kilometer. Wäre es vielleicht umweltfreundlicher man würde statt den Schnee nach Düsseldorf die Zuschauer (im Reisebus) zu einem anderen Weltcup, z.B. ins Schweizer Davos transportieren? Berechnet man den Energieverbrauch, so zeigt sich: Es könnten nur etwa 150 Zuschauer mitfahren, denn der Treibstoffverbrauch aller LKW-Fahrten entspricht in etwa dem von drei Reisebussen auf dem Weg von Düsseldorf nach Davos und zurück. Zum Weltcup in Düsseldorf kamen 2006 350.000 Zuschauer.
Wirtschaftsschub und Nachwuchsförderung
Wenn man die Veranstaltung im Ganzen betrachtet, fallen auch viele weitere positive ökonomische, sportliche, soziale und gesundheitliche Aspekte ins Gewicht. Die Studie der Fachhochschule Düsseldorf zeigt: Die Stadt Düsseldorf profitiert von dem seit Jahren großen internationalen Medienecho und der Imagesteigerung. Die lokale und regionale Wirtschaft profitiert direkt und der FIS Skilanglauf Weltcup ist eine optimale Werbung für eine der gesündesten und attraktivsten Sportarten. Die Nachwuchsarbeit der Skiclubs weit über das Land NRW hinaus wird gefördert. Nicht zuletzt sind die positiven sozialen Aspekte nicht zu vernachlässigen: Die Freude und Zufriedenheit der Zuschauer und der Wert eines kostenlosen, hochwertigen Familien- und Sportprogramms in der Düsseldorfer Innenstadt. Das schätzen die Besucher: "Aus Besuchersicht wird der FIS Skicup uneingeschränkt positiv bewertet, 88% der Befragten bewerten das Ski-Event mit gut oder sehr gut. 77% möchten im nächsten Jahr wieder kommen", so die Autoren der FH Düsseldorf-Studie. Dabei kann jeder mithelfen die Umweltbilanz weiter zu verbessern, nämlich dort wo 90 % der Energie verbraucht wird, beim Verkehr: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel zur Anreise!
Mehr Informationen zur Schneeproduktion für den FIS Skilanglauf Weltcup finden Sie hier.





















