Das war der Skilanglauf Weltcup Düsseldorf 2009

Russische und schwedische Siege beim Einzelsprint

Bundestrainer Joche Behle war nach den Einzelsprint-Entscheidungen des Skilanglauf Weltcups in Düsseldorf richtig bedient. Nur der 11. Platz von Hanna Kolb tröstete ihn etwas. Bei den Damen siegte die Schwedin Hanna Falk, bei den Herren der Russe Alexei Petukhov.


„Hanna ist super gelaufen, aber mit dem Gesamtergebnis bin ich nicht zufrieden,“ sagte Jochen Behle nach dem ersten Tag des Sprint-Weltcups in Düsseldorf. 14 der 15 gestarteten Deutschen kamen nicht ins Halbfinale. Einziger Lichtblick für den Bundestrainer war der überraschende elfte Platz der erst 18-jährigen Hanna Kolb. Bei ihrem ersten FIS Weltcup-Rennen überhaupt, lief die Junioren-Vizeweltmeisterin auf Anhieb ins Halbfinale und lag damit zum Beispiel vor der Vorjahressiegerin Petra Majdic aus Slowenien und der erfahrenen Claudia Nystad. Nystad lief auf Platz 20, Evi-Sachenbacher-Stehle auf Platz 29. Steffi Böhler musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Den Sieg sicherte sich überraschend die Schwedin Hanna Falk in ihrem erst zweiten Weltcup-Rennen. Natalia Korosteleva aus Russland wurde 2., die Slowenin Fabjan Vesna 3.

Alexei PetukhovDeutsche Männer total von der Rolle
Noch größer war Behles Frust über die Ausbeute seiner Männer. Josef Wenzl war als 41. zwar bester Deutscher, ist von der Form seines Düsseldorf-Sieges 2007 aber derzeit meilenweit entfernt. „Ich habe schon in der ersten Runde gemerkt, dass es nicht so läuft. Schwierig zu sagen, woran es gelegen hat“, sagte ein ratloser Wenzl nach seinem Scheitern schon im Prolog. Wenzls Trainer Tor-Arne Hetland kommentierte das Abschneiden seines Schützlings kurz und bündig mit den Worten: „Er war einfach nicht schnell genug, und wenn man nicht schnell genug ist, bekommt man im Sport das, was man verdient. Aber seine Zeit wird kommen.“  Lars Hänel lief auf Platz 51, Tom Reichelt wurde 52., Jens Filbrich 53.

Einen norwegischen Dreifach-Triumpf verhinderte Alexei Petukhov. Der Russe sprintete klar vor Anders Glöersen und Eirik Brandsdal über die Ziellinie. Vierter wurde John Kristian Dahl. Petukhov bedankte sich nach seinem Sieg bei „seinen norwegischen Kollegen für den harten Kampf“, war aber enttäuscht, dass der Vorjahressieger Ola Vigen Hattestad nicht im Finale stand. „Gegen ihn möchte ich laufen.“

Weitere Informationen:
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