Doppelsieg für Italienerin
Arianna Follis – die neue Skikönigin von Düsseldorf
Die neue Düsseldorfer Sprintkönigin heißt Arianna Follis. Nach dem Erfolg am Vortag holte sich die Italienerin mit Partnerin Magda Genuin beim neunten FIS Skilanglauf Weltcup in Düsseldorf den Sieg im Teamsprint vor der norwegischen und kanadischen Staffel. Beim Sieg der Norweger erlebten die DSV-Herren indes eine Tragödie.
Im Ziel gab es kein Halten bei den weißgekleideten Azzuris. Freude pur gab es zwischen den Siegerinnen Magda Genuin und Arianna Follis. Erneut triumphierte Italien im Teamsprint der Damen – es war der zweite Sieg in Serie auf der Strecke an der Rheinuferpromenade nach dem Erfolg 2009. Bereits den dritten Triumph in Serie feierte Arianna Follis am Burgplatz. Die Italienerin katapultierte sich bei ihrer neunten Teilnahme in Düsseldorf zur absoluten Dominatorin. Der Beginn einer Ära bahnt sich an. Die Überlegenheit der amtierenden Sprintweltmeisterin erinnert an die Zeiten einer Marit Björgen (Norwegen), die sechsmal in Folge an der Rheinuferpromenade gewann.
Bereits zu Beginn setzte sich das weißgekleidete Erfolgsduo an die Spitze und gab diese Führung zu keinem Zeitpunkt des Rennens wieder her. Die letzten Meter war ein Schaulaufen für Follis, die den Sieg locker nach Hause fuhr.
Dramatik pur dagegen bei den Sloweninnen. Kurz vor der Ziellinie verlor Katja Visnar durch einen eigens verschuldeten Sturz den sicher geglaubten zweiten Rang und fiel auf Rang acht zurück. Von dem Missgeschick profitierte das norwegische Duo Maiken Caspersen Falla/Celine Brun-Lie als Zweite sowie die drittplatzierte kanadische Staffel mit Chandra Crawford und Daria Gaiazova.
Die DSV- Damen mit Denise Herrmann und Nicole Fessel kam trotz eines Sturz Herrmanns auf der vorletzten Runde dank einer starken Aufholjagd Fessels noch auf Rang fünf. Zehnte wurden Sandra Ringwald und Stefanie Böhler. „Im Sprint passiert nun mal viel. Ich ziehe daraus einige Lehren. Doch ich werde weiter aggressiv laufen, denn wenn man zurückzieht, hat man bereits verloren“, meinte Herrmann.
Norwegen Sieg – Wenzl stürzt
Eine Tragödie erlebte die Deutsche Herrenstaffel mit Sebastian Eisenlauer und Josef Wenzl. Auf der letzten Schleife konnten sich Wenzl und der Norweger John Kristian Dahl vorentscheidend absetzen. Der Deutsche überholte seinen Konkurrenten auf der Gegengerade und setzte sich in der Spitzkehre zum Zielbereich in Führung. Doch Dahl hielt dagegen, drückte den Sieger von 2007 mit der Hand an dessen Schulter – daraufhin stürzte Wenzl. Infolgedessen kollidierte Dahl mit dem Deutschen, beide lagen am Boden: der Sieg war futsch, im Endeffekt belegten die Deutschen Rang neun. Für Dahl und Wenzl lieferten lediglich heiße Diskussionen und hitzige Wortgefechte nach dem Rennen. "Die anderen waren weg. Ich war der Meinung, ich war vor ihm", erklärte Wenzl. Bundestrainer Jochen Behlezog trotzdem ein positives Fazit: "Das war hervorragend, wir sind zufrieden", sagte Behle.
Den Sieg holte sich indes die zweite norwegische Staffel. Anders Glörsen, gemeinsam mit Partner Ola Vigen Hattestad am Start, schob im Zielsprint seine Schuhspitze im letzten Moment noch vor Vortagessieger Emil Jönsson aus Schweden. Dritter wurde die italienische Staffel David Hofer und Fabio Pasini.
Viel zu bieten für die Kleinen
Nach dem winterlichen Märchen am Samstag trat das typisch, nasse Düsseldorfer Wetter am Sonntag wieder in den Vordergrund. Doch der Regen trübte keineswegs die Stimmung der vielen Zuschauer an der Piste. Die Fans sorgten wieder für eine phantastische Atmosphäre an und abseits der Rennstrecke. Ebenfalls gelungen war die Premiere der allrounder-Arena. Der überdachte Bereich lockte viele Schaulustige zu den musikalischen Acts. Am Samstagabend schwärmte sogar der Top-Act Texas Lightning von dem begeisterten Publikum. Dem stimmten die Künstler „Antonia“, die Fetzentaler und die Sumpfkröten – the hot frogs ein und freuen sich auf ein Wiedersehen mit den Düsseldorfern.
Ebenso viel Spaß hatten die Kinder auf dem Weltcupareal. Am Rande des Burgplatzes war für sie traditionell die ARAG-Rodelbahn aufgebaut worden. Mit viel Karacho in ihren Reifen sausten sie den schneebedeckten Abhang hinunter. Zudem sorgten der Bereich im „Alter Hafen“ für viel Betriebsamkeit. Dorthin hatte der Deutsche Skiverband eingeladen, um sein Schulkonzept „Auf die Plätze fertig…Ski“ vorzustellen. Ob am Skikarussel des SalzburgerLand oder an der Slag-Line – die jungen Zuschauern waren begeistert.



















