Weltcup-Historie: 22.10.2005
100.000 bejubeln Björgen und Larsson
„Die Atmosphäre hier ist toll. Ich finde es sehr gut, dass man zu den Leuten geht und unseren Sport präsentiert“, meinte Aino Kaisa Saarinen. Die Finnin war beeindruckt von der Stimmung am Düsseldorfer Burgplatz. Bereits zum dritten Mal starteten die Langläufer an der Rheinuferpromenade, erneut strömten 100.000 Zuschauer pro Tag an die Strecke.
Und das, obwohl es stark regnete. Doch der guten Laune von Fans, Veranstaltern und Sportlern tat dies keinen Abbruch. „Das Publikum hat uns wieder super angefeuert. Das ist typisch Düsseldorf“, befand Staffel-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle.
Teilnehmerrekord trotz Regen
Mit 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 24 Nationen gingen so viele Athleten an den Start wie niemals zuvor in Düsseldorf. Die weiteste Anreise hatten dabei drei Starter aus Australien. Aber auch für die Delegationen aus Kanada, China und Südafrika war die Reise ins Rheinland nicht gerade ein „Katzensprung“.
Beim Heimrennen waren für die deutschen Athleten gute Resultate rar. Die Herren verpassten allesamt den Sprung ins Viertelfinale. Toni Lang lief als bester Deutscher auf Rang 22, Tobias Angerer wurde 23. Bei den Damen erreichte nur Claudia Künzel den Sprung unter die besten 16, das aber als Zweite der Qualifikation. Am Ende war im Halbfinale Endstation. Ein kleiner Trost war ihr Sieg im B-Finale und damit Rang fünf im Endklassement.
„Mr. Düsseldorf“ schlägt wieder zu
Die Stimmung der interessierten Fans an der Strecke litt nicht unter dem schlechten deutschen Abschneiden. Das Publikum feuerte jeden Athleten lautstark an, der im Regen alles gab. Im Damenfinale standen mit Vorjahressiegerin Marit Björgen, der Schwedin Anna Dahlberg, der Russin Natalia Matveeva und der Finnin Aino Kaisa Saarinen Athletinnen aus vier unterschiedlichen Ländern am Start. Zu Beginn setzte sich Saarinen an die Spitze, behielt sie bis zur Spitzkehre und musste dann im Zielsprint Björgen noch vorbei lassen. Die Norwegerin feierte damit ihren dritten Titel in Düsseldorf und krönte sich endgültig zur „Queen am Rhein“.
Einmal mehr König von Düsseldorf wurde der Schwede Peter Larsson. In einem rein skandinavischen Finale – der Norweger Tor Arne Heltand trat gegen Larsson und dessen Landsleute Thobias Frederiksson und Fredrik Oestberg an – war das Rennen bis zuletzt offen. Erst ein beherzter Angriff Larssons beim Mount ARAG brachte ihn zum vierten Sieg in Folge am Rhein. Den Spitznamen „Mr. Düsseldorf“ hatte er sich somit reichlich verdient.
Rahmenprogramm vielfältig jedoch einmalig
Auch abseits der Strecke gab es für die Wintersportfans wieder jede Menge Highlights. Das SalzburgerLand hatte extra für das Weltcupwochenende ein Winterdorf aus österreichischen Almhütten aufgebaut, in denen sich die Gäste mit kulinarischen Spezialitäten wie „Kasnocken“, „Grammlschmalzbrot“ und Bauernschnaps verwöhnen ließen.
Das umfangreiche Kinder- und Familienprogramm auf Burgplatz und Marktplatz ließ ebenfalls keine Wünsche offen. Bei traditioneller Musik, fetzigen Après Ski-Hits und Live-Acts auf der Bühne, feierten die Rheinländer den Einzug des Winters in Düsseldorf. Die Jüngsten fanden besonders an der erstmals aufgebauten Tubingbahn und dem Skikarussell Gefallen.
Die Rennergebnisse der Damen 2005
Die Rennergebnisse der Herren 2005



















